Lines, Interacting with an Idea
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Welche neuen Ordnungsstrategien kann ich für meine Bücher entwickeln? Welche Verknüpfungen untereinander sind möglich?
Ausgangspunkt für meine Verknüpfungskette bildet Gieseckes Meisterwerk über die sich verändernde Schreib- und Lesekultur.

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Wenn ich dann so weit bin, werde ich Sie hier an dieser Stelle auf einen linearen Spaziergang durch meine vernetzte Bibliothek nehmen.

  • add:remove: ...für eine bessere welt
  • add:remove: ... überholte gedanken/ansichten
  • add:remove: ... würde ich immer wieder lesen
  • add:remove: ...beeinflussen meine Arbeit
Authors: J_Balmer
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Created: 20.Mar 2011
Last edited: 01.Feb 2012
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  • 20.Mar 2011
    01.Feb 2012
  • Michael Giesecke
    Michael Giesecke
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / shurkamp
    Die Industrienationen, so die Ausgangsthese seines neuen Buches, hätten dank der Buchkultur das sprachliche Wissen zum einzig glaubwürdigen Spiegel der Welt erklärt. So sei diese Kultur Teil der Identität moderner Gesellschaften geworden, ohne die weder Aufklärung noch allgemeine Schulpflicht, aber auch keine industrielle Massenproduktion oder gar Wissenschaft möglich gewesen wären. Doch nach einem Bündnis, das rund fünfhundert Jahre gehalten habe, sei diese Allianz nun am Zerbrechen, und die «beispiellose Erfolgsgeschichte» komme so allmählich zu einem Ende. Gieseckes Bilanz: «Die Geschichte der typographischen Massenkommunikation ist nicht nur eine Geschichte der Befreiung, sondern auch eine solche der Unterdrückung, der Versklavung der Sinne, der Prämierung von Eindimensionalität.»
    BAK    18.12.2011  0
    J_Balmer  Dirk Baecker  20.03.2011  1
    J_Balmer  Michel Foucault  20.03.2011  0
    J_Balmer  Frank Schirrmacher   20.03.2011  1
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  • Dirk Baecker
    Dirk Baecker
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / shurkamp
    Die nächste Gesellschaft ist die Computergesellschaft. Sie wird sich von der Buchdruckgesellschaft der Moderne so dramatisch unterscheiden wie diese von der Schriftgesellschaft der Antike. Hatte es die Antike mit einem Überschuß an Symbolen zu tun und die Moderne mit einem Überschuß an Kritik, so wird sich die nächste Gesellschaft durch einen Überschuß an Kontrolle auszeichnen. Auf die Struktur eines Überschusses an Sinn, so hat Niklas Luhmann spekuliert, muß eine Kultur mit der selektiven Handhabung dieses Überschusses antworten, wenn die Gesellschaft die Einführung eines neuen Kommunikationsmediums überleben können soll. Die in diesem Band versammelten Studien arbeiten diese These aus und zeigen, wie die Soziologie mit relativ einfachen Ideen vielfach vernetzte und scheinbar opake Phänomene anschaulich werden lassen kann.
    J_Balmer  Michel Giesecke  20.03.2011  0
  • Michel Foucault
    Michel Foucault
    J_Balmer,
    20.03.2011
    Archäologie weckt zunächst Assoziationen von staubigen Gruben in Ägypten, in denen nach Zeugnissen vergangener Kulturen gegraben wird. Doch Foucault glaubt, daß man auch im menschlichen Geist Ausgrabungen machen kann, wenn nicht muß. Denn alles menschliche Handeln ist durch Denkmuster - oder im Begriff Foucaults: diskursive Praktiken - geprägt. Und deren Aufdeckung kann nur im Modus der Archäologie gelingen. Ein Aspekt dieser Praktiken, des Wissens, ist es nämlich, daß es sich nicht kontinuierlich entwickelt, sondern eine Folge von Brüchen für es prägend ist. Insofern ist der Versuch, frühere Praktiken - im Modus der Genealogie - aus jetzigen zu entwickeln nicht nur zum Scheitern verurteilt, er führt in die falsche Richtung: Denn Altes kann auch vom Neuen verdeckt werden, das Entdecken der vergangenen Diskurse ist nicht möglich, wenn man sie durch die Brille der heutigen betrachten will. Am Ende der archäologischen Arbeit steht das Archiv, eine Sammlung historischer Denkmuster, die unser Denken und Handeln prägen, die als kollektive Erfahrung die gesellschaftliche Praxis steuern.
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  • Frank Schirrmacher
    Frank Schirrmacher
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / Blessing
    Warum sind wir im Informationszeitalter gezwungen zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie gewinnen wir die Kontrolle über unser Denken zurück?

    Was wollte ich gerade tun? Wieso haben die Dinge kein Ende mehr? Was geschieht mit meinem Gehirn? Fast jeder kennt die neue Vergesslichkeit und die fast pathologische Zunahme von Konzentrationsstörungen. Dahinter steckt sehr viel mehr als nur Überforderung. Wir wissen mehr als je zuvor und fürchten doch ständig, das Wichtigste zu verpassen. Der Mensch ist nicht nur ein Fleisch- und Pflanzenfresser, er ist auch ein Informationsfresser. Informationen sind Vorteile und in der Informations-Nahrungskette siegt der, der am schnellsten und effektivsten Nachrichten sendet und empfängt. Aber diese neue Form des Darwinismus führt dazu, dass wir nicht mehr unterscheiden können, was wichtig ist und was nicht. Wir rufen unsere ganze Lebensbahn immer stärker wie Informationen ab und zerstören so unsere Fähigkeit, mit Unerwartetem umzugehen. Die Frage lautet, ob wir bereits begonnen haben, uns selbst wie Computer zu behandeln, und ob wir damit Gefahr laufen, den Menschen in mathematische Formeln zu verwandeln ...
    J_Balmer  Schirrmacher und Strobel  20.03.2011  4
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    BAK,
    18.12.2011
    empty
  • Michel Giesecke
    Michel Giesecke
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / shurkamp
    Je mehr Bedeutung gegenwärtig die elektronischen Medien erhalten, desto mehr wird es üblich - und offenbar auch notwendig -, die verschiedensten Phänomene in unserer Gesellschaft als Informations- und als Kommunikationssysteme zu betrachten. Dieses Buch unternimmt den Versuch, diese zeitgemäße Sichtweise auch für die Behandlung der traditionellen Gegenstände der Sprachwissenschaft zu nutzen. Die Sprachgeschichte erscheint dann als Geschichte der Programmierung und Kodierung von Informationen, die Kulturgeschichte als eine Geschichte der Veränderung kommunikativer Systeme durch die Nutzung neuer Speicher- und Verbreitungsmedien. Mit diesem Konzept verbessern sich erheblich die Chancen, das alte Problem des Zusammenhangs zwischen Sinnenwandel, Sprachwandel und Kulturwandel in einem einheitlichen theoretischen Rahmen befriedigend zu behandeln.
  • Schirrmacher und Strobel
    Schirrmacher und Strobel
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / edition shurkamp
    In den letzten zweihundert Jahren ist der Kapitalismus aus allen Krisen gestärkt hervorgegangen. Diesmal jedoch ist alles anders, der Kapitalismus schwächelt. Ein weltweiter Kollaps wurde nur dank massiver staatlicher Intervention abgewendet, doch für wie lange? Die Politik zeigt sich unfähig, die globale Wirtschaft zu zähmen, und der Kapitalismus zerstört, siehe Klimawandel, weiter unaufhaltsam die eigenen Grundlagen. Sollte er doch an seinen Widersprüchen zugrunde gehen, wie die Marxisten früher hofften, dann wohl kaum in Form eines Eintritts in das Reich der Glückseligkeit, sondern eher als Höllensturz der menschlichen Gattung. Zumindest eines dürfte klar sein: Wenn wir überleben wollen, wird sich der Kapitalismus grundlegend ändern müssen – und wir uns mit ihm. Der Band bringt zwanzig Beiträge der in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geführten Diskussion zur »Zukunft des Kapitalismus«. Mit Texten von Wolfgang Schäuble, Ingo Schulze, Dirk Baecker, Paul Kirchhof, Peter Sloterdijk, Martin Walser und anderen.
    J_Balmer  Stephan Schumeister  20.03.2011  3
    J_Balmer  -  20.03.2011  0
    J_Balmer  Marc Augé  20.03.2011  2
    J_Balmer  Augé  20.03.2011  2
  • Stephan Schumeister
    Stephan Schumeister
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / edition picus
    In den letzten zweihundert Jahren ist der Kapitalismus aus allen Krisen gestärkt hervorgegangen. Diesmal jedoch ist alles anders, der Kapitalismus schwächelt. Ein weltweiter Kollaps wurde nur dank massiver staatlicher Intervention abgewendet, doch für wie lange? Die Politik zeigt sich unfähig, die globale Wirtschaft zu zähmen, und der Kapitalismus zerstört, siehe Klimawandel, weiter unaufhaltsam die eigenen Grundlagen. Sollte er doch an seinen Widersprüchen zugrunde gehen, wie die Marxisten früher hofften, dann wohl kaum in Form eines Eintritts in das Reich der Glückseligkeit, sondern eher als Höllensturz der menschlichen Gattung. Zumindest eines dürfte klar sein: Wenn wir überleben wollen, wird sich der Kapitalismus grundlegend ändern müssen – und wir uns mit ihm. Der Band bringt zwanzig Beiträge der in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geführten Diskussion zur »Zukunft des Kapitalismus«. Mit Texten von Wolfgang Schäuble, Ingo Schulze, Dirk Baecker, Paul Kirchhof, Peter Sloterdijk, Martin Walser und anderen.
    J_Balmer  Heiner Flassbeck  20.03.2011  0
    J_Balmer  Joseph Stiglitz  20.03.2011  0
    J_Balmer  Honegger, Neckel, Magnin  20.03.2011  1
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    J_Balmer,
    20.03.2011
    / Nautilus Flugschrift
    Der Aufstand kommt ist ein Buch, das neueste Zeitgeschichte geschrieben hat: Nach Sabotage an einer Eisenbahnstrecke, auf der im November 2008 ein Castortransport mit radioaktivem Material geplant war, wurde es von der französischen Regierung als einziges Beweisstück eines mittlerweile international bekannten »Terrorismusfalls« gehandelt, als ein »Handbuch des Terrorismus« und Vorwand für die skandalöse, z.T. monatelange Inhaftierung von neun Menschen aus dem Dorf Tarnac. Tatsächlich enthält des Buch eine pointierte, situationistisch geprägte Analyse der Reaktionen von Regierungen auf die verschiedenen Unruhen und Volksaufstände in den letzten Jahren. Die brennenden Vorstädte in Frankreich, die Straßengewalt in Griechenland usw. werden von den Regierungen als Gefahr gesehen, die polizeilich und militärisch gebändigt werden müsse, wobei das »Krisenmanagement« die Gesellschaft auch zusammenhalten soll. Für die Autoren dieses Manifests hingegen sind die Revolten revolutionäre Momente, Symptome des Zusammenbruchs der westlichen Demokratien, die sich gegenseitig verstärken und sich ausbreiten. Sie fordern einen Kommunismus, der als »ergebnisoffener« Prozess die Bildung von Kommunen sowie die Restrukturierung der Ökonomie in kleine, lokale Einheiten und plädieren für eine anonyme Position der Unsichtbarkeit.
  • Marc Augé
    Marc Augé
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / becksche Reihe
    Marc Augé ist der Begründer einer Ethnologie des 'Nahen'. In seinem Buch Nicht-Orte konstatiert er im Zuge von Modernisierung und Globalisierung weltweit eine rasante Zunahme von sinnentleerten, transitorischen Funktionsorten. Diese 'Nicht-Orte' wie z.B. Flughäfen, U-Bahnen, Flüchtlingslager, Supermärkte oder Hotelketten sind keine 'anthropologischen Orte', man ist nicht heimisch in ihnen, sondern es sind 'Orte des Ortlosen' und gewissermaßen das Gegenteil von 'Erinnerungsorten'. Diese Räume stiften keine individuelle Identität, haben keine gemeinsame Vergangenheit und schaffen keine sozialen Beziehungen. Sie sind Zeichen kollektiven Identitätsverlusts. 'Der Raum der Nicht-Orte schafft Einsamkeit und Gleichförmigkeit.' Marc Augés Buch, stark rezipiert in den Kulturwissenschaften, war lange vergriffen. Es ist jetzt mit einem neuen Nachworte des Verfassers wieder zugänglich.
    J_Balmer  Dünne Günzel  20.03.2011  0
    J_Balmer  Bachelard  20.03.2011  0
  • Augé
    Augé
    J_Balmer,
    20.03.2011
    An ever-increasing proportion of our lives is spent in supermarkets, airports and hotels, on motorways or in front of TVs, computers and cash machines. This invasion of the world by what Marc Auge calls 'non-space' results in a profound alteration of awareness: something we perceive, but only in a partial and incoherent manner. Auge uses the concept of 'super modernity' to describe a situation of excessive information and excessive space. In this fascinating essay, now re-issued with a new introduction, he seeks to establish an intellectual framework for an anthropology of super modernity modernity.
    J_Balmer  Lefebvre  20.03.2011  0
    J_Balmer  Lefebvre  20.03.2011  2
  • Heiner Flassbeck
    Heiner Flassbeck
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / Westend
    Die Politik scheitert. Die Industrieländer wissen nicht mehr, wie man die freie Entwicklung der Menschen zulässt, den Fortschritt aber ökologisch und sozial so sichert, dass nachhaltiges Wirtschaften möglich ist. Heiner Flassbeck zeigt, dass die Teilhabe aller Bürger am gemeinsam erarbeiteten Fortschritt notwendig ist, um erfolgreich zu sein. Er erklärt, warum Ökonomen, Politiker und Medien versagen, und zeigt, wie ein neues Wirtschaftswunder möglich wird, wenn man die vier großen Bereiche der Finanzen, des Handels und der sozialen und ökologischen Absicherung richtig miteinander verknüpft. Er macht Hoffnung, fordert aber gleichzeitig eine fundamentale politische Wende, bei der die Parteien- und Lobbydemokratie radikal reformiert wird.
  • Joseph Stiglitz
    Joseph Stiglitz
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / Siedler
    Das Plädoyer des Nobelpreisträgers für eine neue globale Wirtschaftspolitik

    Der freie Fall der Weltwirtschaft begann im Herbst 2008 mit dem Zusammenbruch der Investment-Bank Lehman Brothers. Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die wir seither erleben, ist die schlimmste seit den 1930er Jahren. In seinem neuen Buch fragt Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, wie es dazu kommen konnte – und erklärt, wie wir solche Katastrophen in Zukunft verhindern können.

    Mit der Wirtschaftskrise hat sich die jahrzehntelang herrschende Wirtschaftsdoktrin selbst entzaubert: Falsche Anreize, entfesselte Märkte und eine ungerechte Verteilung des Reichtums haben die Welt an den Rand des Abgrunds geführt. Für Joseph Stiglitz ist klar: Ein »Weiter so« kann es nicht geben. Statt mit hektischen Rettungsmaßnahmen die eigene, nationale Wirtschaft zu retten und danach wieder zur Tagesordnung überzugehen, müssen wir diesen kritischen Moment nutzen, um eine neue globale Wirtschafts- und Finanzpolitik zu schaffen.
    Joseph Stiglitz beschreibt in seinem neuen Buch, wie solch eine krisenfeste und gerechtere Wirtschaftsordnung aussehen könnte. Neben einer besseren Regulierung der Finanzmärkte und einer aktiveren Rolle des Staates in der Wirtschaft, müssen wir vor allem dafür Sorge tragen, weltweit Arbeitsplätze zu sichern und den Wohlstand gerechter zu verteilen.
    • 1
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  • Honegger, Neckel, Magnin
    Honegger, Neckel, Magnin
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / shurkamp
    In der verschwiegenen Welt der Banken hat sich eine Art »Finanzaristokratie« herausgebildet, der die neuerdings sogenannte »Realwirtschaft« völlig egal zu sein scheint. Claudia Honegger, Sighard Neckel und Chantal Magnin sind mit ihren Forschungsteams in diese Welt eingedrungen und haben mit deutschen, österreichischen und schweizerischen »Finanzsoldaten« gesprochen. Die dabei entstandenen soziologischen Porträts bilden den Kern dieses Buchs. Sie beantworten Fragen wie: Wie deuten Banker und Bankerinnen die Krise auf den Finanzmärkten? Wie ist es dazu gekommen? Wer trägt die Verantwortung? Zu den Porträts kommen Analysen, Feldbeschreibungen, Essays und ein Glossar. Im Fokus steht dabei die Entstehung von »Söldnerheeren«, die gegeneinander kämpften, zugleich aber einen Feldzug führten gegen die Bankkunden, die börsennotierten Unternehmen, gegen ganze Volkswirtschaften und letztlich gegen die reale Welt.
    J_Balmer  Metz udn Sessslen  20.03.2011  1
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  • Dünne Günzel
    Dünne Günzel
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / shurkamp
    Mit dem spatial turn seit den 1980er Jahren ist die Räumlichkeit zu einem Schlüsselthema der Geistes- und Kulturwissenschaften avanciert. Insbesondere die Geographie, die Soziologie und die Ästhetik haben die Wende im Raumdenken eingeläutet und den Weg für die Wiederentdeckung klassischer europäischer Texte aus den Geistes- und Naturwissenschaften bereitet. Der vorliegende Band versammelt erstmals einen repräsentativen Querschnitt raumtheoretischer Grundlagentexte von der Neuzeit bis zur Gegenwart, die sich nicht nur mit der Phänomenologie des Raumes auseinandersetzen, sondern auch über mediale, soziale, politische und ästhetische Räume reflektieren. Kurze Einführungen stellen die jeweiligen Texte und ihre Autoren in ihrem historischen wie theoretischen Zusammenhang vor.
  • Bachelard
    Bachelard
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / Fischer
    Bachelards Interesse gilt den einfachen poetischen Bildern, die den Leser eines Gedichts oder eines Romans beunruhigen, ihn nicht mehr loslassen, »in ihm Wurzeln schlagen«. Woher rührt diese Macht des Bildes? Die Psychoanalyse hat - z. B. mittels der Traumdeutung - versucht, das Bild intellektuell aufzulösen und auf einen verborgenen Wunsch zurückzuführen. »Der Analytiker erklärt die Blume aus dem Dünger«, hält Bachelard dem entgegen; seiner Auffassung nach ist das poetische Bild etwas absolut Ursprüngliches, die Einbildungskraft daher eines der tiefsten menschlichen Vermögen. Um diese These zu untermauern, untersucht Bachelard einfache, zumeist positiv besetzte Bilder des Raumes, die in den Dichtungen aller Sprachen häufig wiederkehren. Zunächst Bilder intimer Räumlichkeit: das Haus, der Schlupfwinkel, die Höhle; sodann die »Häuser der Dinge«: Schubladen, Truhen, Nester und Muscheln; schließlich der Gegensatz von Drinnen und Draußen und das Bild der Rundheit. In unakademischer, selbst wiederum bildhafter Sprache begründet damit Bachelard ein Verfahren vergleichender Literaturwissenschaft, das prinzipiell von jedem Leser nachvollziehbar ist: eine Theorie des »Widerhalls« von Literatur im Geiste des Lesers.
  • Lefebvre
    Lefebvre
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / MIT Press
    Henri Lefebvre has considerable claims to be the greatest living philosopher. His work spans some sixty years and includes original work on a diverse range of subjects, from dialectical materialism to architecture, urbanism and the experience of everyday life. The Production of Space is his major philosophical work and its translation has been long awaited by scholars in many different fields.

    The book is a search for a reconciliation between mental space (the space of the philosophers) and real space (the physical and social spheres in which we all live). In the course of his exploration, Henri Lefebvre moves from metaphysical and ideological considerations of the meaning of space to its experience in the everyday life of home and city. He seeks, in other words, to bridge the gap between the realms of theory and practice, between the mental and the social, and between philosophy and reality. In doing so, he ranges through art, literature, architecture and economics, and further provides a powerful antidote to the sterile and obfuscatory methods and theories characteristic of much recent continental philosophy.
  • Lefebvre
    Lefebvre
    J_Balmer,
    20.03.2011
    '"The Urban Revolution"' is about globalization of the urban form, function and structure as a practice in contemporary society. Lefebvre conceived the "urban revolution" in the late 60ies as something that will happen in the near future and we got the choice to do it conscious for the good of all or unconscious for the good of a few. The urban revolution is nothing someone could leave aside, because it is a revolution of the everyday life.
    BAK    21.01.2012  0
    BAK    21.01.2012  0
  • Metz udn Sessslen
    Metz udn Sessslen
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / shurkamp
    »Fernsehen macht dumm«, »Unser Bildungssystem produziert karrieristische Fachidioten«, »Der Kapitalismus braucht Konsumtrottel« – Wenn eine Gesellschaft auf das in ihr (zu Recht) grassierende Unbehagen an »allgemeiner Verblödung« statt mit handfesten Gegenmaßnahmen bevorzugt mit kulturpessimistischen Slogans und Verschwörungstheorien reagiert, wird klar, wie sehr sie sich bereits in ihrem Dummsein eingerichtet, es gar zum System erhoben hat. Markus Metz und Georg Seeßlen analysieren die Mechanismen, mit denen Dummheit heute produziert wird, nebst den fatalen Strategien, mit denen die meisten Individuen sie »bewältigen« und dadurch noch verstärken. Wer sich der Dynamik der »Blöd-Maschinen« nicht blind oder – noch schlimmer – sehend ergeben möchte, muß ihre Strukturen begreifen. Nur so entsteht die Chance, sie zu zerschlagen.
    J_Balmer  Seesslen  20.03.2011  1
  • BAK is currently writing a block here. Please wait, or tell them to hurry up! :)
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  • Seesslen
    Seesslen
    J_Balmer,
    20.03.2011
    / Bertz und Fischer
    Die nach-humane Zukunft hat schon begonnen: Menschen werden immer weiter umgebaut, verbessert, verschönert (mehr oder weniger), sie werden maschinell, pharmakologisch und chirurgisch in den Post-Menschen verwandelt, sie sollen immer länger gesünder, jünger und attraktiver erscheinen, und was mit Anti-Aging-Cremes beginnt, soll mit dem perfekten Menschendouble enden. Maschinenwesen, denkende Roboter, lebende Computerprogramme, Klone, Androiden, gentechnisch veränderte, alters- und leidenslose, transhumane Lebewesen, wie immer sie auch ausschauen, eher Monster oder eher Supermensch, irgend etwas und irgend jemand kommt da in der Zukunft, was mehr als Mensch ist. Und man weiß nicht so recht, ob diese Wesen asexuell, hypersexuell oder metasexuell sein werden.
    Von dem Tag an, da Frankensteins Braut sich in ihren Schöpfer verliebte, entwickelte sich eine lange Reihe der grotesken, gefährlichen und hier und da poetischen Liebesgeschichten zwischen Menschen und Post-Menschen, zwischen Körper und Maschine, zwischen Wirklichkeit und Simulation. Zweifellos verschwinden die sexuellen Impulse nicht, wenn der Mensch nicht mehr vom Weibe, sondern in den Labors geboren wird. Nur: Wohin damit? Das Bildnis des sexuellen Post-Menschen wird aus Begehren und Angst zusammengesetzt. Langweilig ist das nicht.
    Die populäre Kultur hat also schon lange damit begonnen, sich Bilder zu machen vom Post-Menschen mit seinen Konflikten zwischen dem Maschinellen und dem Sexuellen. Wird sich der neue Mensch noch verlieben können? Wird es Mischehen zwischen Menschen und sexy Robots geben? Können Post-Menschen, deren Gehirne durch interne Festplatten erweitert sind, sich sexuelle Identitäten programmieren lassen? Kippt die gute alte Sexualität bei der einen oder anderen "Spezies" in bloße Fress- und Zerstörungslust? Und wie erotisch ist eigentlich dieses Menschenbasteln, von dem die Wissenschaftler in der Fiktion wie in der Wirklichkeit besessen scheinen? Sind romantische Vampire die besseren Liebhaber? Hat Lara Croft Stalker? Kann man noch Sex haben, wenn keine Kamera eingeschaltet ist? Was ist noch "echt" an Deutschlands neuestem Supermodel.
    J_Balmer  Michel Houellebecq  21.03.2011  1
  • Michel Houellebecq
    Michel Houellebecq
    J_Balmer,
    21.03.2011
    Michel Houellebecqs skandalöser Sexroman «Elementarteilchen» entpuppt sich als reaktionäres Pamphlet gegen die Moderne und Postmoderne. Er führt unseren Untergang als Übergang in eine totalitäre Welt der genetischen Glücksdiktatur vor. Dazwischen erstreckt sich eine quälend gut gelungene Zone der Depression.

    Jedes Jahrhundert hat das Fin de siècle, das es verdient. Michel Houellebecqs Erfolgsromane «Ausweitung der Kampfzone» und «Elementarteilchen» (vgl. auch NZZ 10./11. 4. 99) über die «vitale Erschöpfung» unserer Kultur entfalten eine Panikblüte des Ressentiments und des Selbstekels: Das Unbehagen nach der sexuellen Revolution von achtundsechzig entspringt nicht mehr dem Triebverzicht, sondern dem Triebzwang. Das neue Über-Ich skandiert laut Houellebecq den Slogan: «Du begehrst und bist begehrenswert.» Im 19. Jahrhundert lebten nur ein paar Auserwählte stets vor dem Spiegel und stilisierten sich zum Dandy und Kunstwerk. Heute wird uns in Film und Werbung ständig der Spiegel perfekter Wesen vorgehalten, die totale Sinnlichkeit signalisieren; wer diesem Ideal nicht entspricht, eilt ins Fitnesscenter oder sucht, wenn jegliche Hoffnung auf einen heroischen Body und sinnliche Erotik zerstört ist, in der Esoterik übersinnlichen Trost und trimmt statt der Muskeln die Seele.

    So oder so: Der gnadenlose Narzissmus zerstört jegliche Liebesfähigkeit; aus den kleinen Familienmolekülen herausgesprengt, schweben die selbstsüchtigen Individuen als vereinzelte Atome durch den leeren Raum der globalen Marktwirtschaft und versuchen sich verzweifelt mit anderen Menschen oder (Luxus-)Produkten zu einem gesättigten Molekül zu verbinden. Da ein gesättigtes Molekül aber nichts konsumiert, werden sie sofort wieder auseinandergerissen und als «Elementarteilchen» schutzlos den zerstörerischen Mechanismen der schrecklich-schönen neuen Warenwelt ausgeliefert.
    J_Balmer  frédéric Beigbbeder  21.03.2011  1
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  • frédéric Beigbbeder
    frédéric Beigbbeder
    J_Balmer,
    21.03.2011
    Wie bereits in seinen anderen Büchern (39,90, Windows on the World über die Ereignisse des 11. September in den USA) treibt der französische Autor das Spiel mit den Identitäten und den Genres auf die Spitze. Und er versucht wieder einmal virtuos zu provozieren. Trotzdem: Der Egoist ist, wie der Titel sagt, auch romantisch. „Nach Boris Vians Ich werde auf eure Gräber spucken neige ich eher zu: ‚Ich werde all eure Töchter poppen’“, heißt es an einer Stelle, die andernorts angesichts der Schönheit einer Strandbekanntschaft gleich wieder relativiert wird: „Sie hat kein Wort zu mir gesagt; und doch war es gerade ihretwegen ein gelungener Urlaub.“ Und schließlich: „Ich fühle mich schrecklich allein in dieser Familie, die mich an das Versäumnis erinnert, eine eigene zu gründen.“
    J_Balmer  Bret Easton Ellis  21.03.2011  1
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  • Bret Easton Ellis
    Bret Easton Ellis
    J_Balmer,
    21.03.2011
    Lunar Park beginnt wie ein „Best of“ von früheren Romanen des Autors (American Psycho, Einfach unwiderstehlich) und eben wie das „Best of“ eines Romans, den Bret Easton Ellis noch gar nicht geschrieben hat: versetzt mit Erklärungen, die alle so tun, als hätte man es bei dem vorliegenden Werk mit einem Sachbuch zu tun, eine Art „Making of“ eines der bedeutendsten Autoren der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur, oder eben mit einer raffinierten Autobiografie. Von Liebesgeschichten des Helden und Ich-Erzählers Bret Easton Ellis ist da die Rede, von Exzessen und den Menschen, die dabei eine Rolle spielten, von einer unglücklichen Kindheit mit einem Übervater, von Heirat, Kindern, einer familiären Idylle. Aber genau dort bricht die Fiktion in Form eines Horrortrips ein in die vermeintliche Wirklichkeit. Spielzeug entwickelt ein rätselhaftes Eigenleben, Literatur-Fans erscheinen wie Figuren aus Literaturverfilmungen in der Provinz, Kinder verschwinden aus der Nachbarschaft, das eigene Heim verfällt. Oder spielt sich das Grauen lediglich in der Phantasie des Autors ab? Eigentlich weiß man das nie, und gerade dies macht die Faszination dieses eigenwilligen Buches aus.
    J_Balmer  Jonathan Franzen  21.03.2011  1
  • Jonathan Franzen
    Jonathan Franzen
    J_Balmer,
    21.03.2011

    Über die Einsamkeit des Schriftstellers in der Gesellschaft schrieb Wolfgang Borchert einmal, dass diese eine Last, ein Privileg, und eine Verantwortung zugleich darstelle. Von ihrer hohen Warte aus, so Borchert, sehen Literaten mehr als gewöhnliche Mitmenschen, deren Blick meist zu sehr vom Alltag verstellt ist. Doch ist die Aussicht nicht nur ein Genuss, sondern vielmehr auch dringliche Aufforderung, das Gesehene jenen mitzuteilen, die dazu nicht in der Lage sind. Und das gilt vor allem für all die Unzulänglichkeiten, Missstände und Ungerechtigkeiten, die den Schriftstellern ins Auge fallen mögen.
    J_Balmer  Jeffrey Eugenides  21.03.2011  0
  • Jeffrey Eugenides
    Jeffrey Eugenides
    J_Balmer,
    21.03.2011
    Liebende & Lesende Was uns vor allem an der Liebe berührt, ist ihre Vergänglichkeit. Vom Suchen und Finden, aber auch vom Verlieren der Liebe handeln diese Erzählungen. Ein Jahr lang hat Jeffrey Eugenides sie gelesen, die großen Liebesgeschichten der Weltliteratur. Seine persönlichen Lieblingsgeschichten sind hier versammelt. „Eine der besten Anthologien der letzten Jahre, und zugleich der eindrucksvolle Beweis, dass Eugenides nicht nur ein hervorragender Schriftsteller, sondern auch ein profunder Literaturkenner ist.“ (Kirkus Reviews)